Maschinen & Geräte

Maschinen & Geräte

Im folgenden finden Sie eine Übersicht über die verschiedenen in der Biotoppflege eingesetzten Maschinen und Geräte. Erläutert werden verschiedene Bauarten, Vor- und Nachteile, Einsatzbereiche, Sicherheitsaspekte, mögliches Zubehör u.ä.
 

Übersicht

 


 

Kettensägen

Allgemeine Beschreibung

Die Kettensäge ist eine mit einem Benzin- oder Elektromotor, mit Druckluft (pneumatisch) oder mit Öldruck (hydraulisch) angetriebene Säge, deren schneidender Teil die Sägekette ist. Als Antrieb werden in der Regel Zweitakt-Benzinmotoren oder auch Elektromotoren verwendet. Die Kette ist auf der Außenseite mit Sägezähnen bestückt und wird am hinteren Ende der Schiene über eine Fliehkraftkupplung vom Motor angetrieben. Um den Verschleiß der Schiene zu vermindern, muss die Kette ständig mit Öl geschmiert werden. Die Ketten gibt es in verschiedenen Schneidegeometrien und verschiedenen Teilungen, je nach Schnittleistung und –qualität.

Bauarten (u.a.)

  • Handgeführte Kettensäge für Holz- und Waldarbeiten
    Hierbei handelt es sich um die häufigste Bauart, meist einfach Motorsäge genannt.
  • Hochentaster
    Hochentaster sind kleine Motorsägen an einem langen, ggf. auch teleskopartig verlängerbaren Stiel; Sie dienen zum Abtrennen hochgelegener Äste vom Boden aus.
  • Baumpflege-Kettensäge
    Dabei handelt es sich um relativ kleine, kompakt gebaute Spezialmotorsägen. Oft ist der sonst i.d.R. hinten angeordnete Gasgriff oben auf der Säge angebracht, um eine kompakte Bauform zu erreichen. Diese Sägen können unter beengten Verhältnissen gute Dienste leisten, die Verwendung mit einer Hand ist hingegen nur für die Baumpflege in Sonderfällen gestattet (Sonderausbildung für das Klettern im Baum ist notwendig).

Sicherheit

  • Persönliche Schutzausrüstung
    Schnittschutzhose, Schutzhelm mit Visier und Gehörschutz, Sicherheitsschuhe mit Schnittschutzeinlage
  • Sicherheitsvorschriften
    Nach den Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (BGV) in Deutschland setzt der Einsatz von Motorsägen (im Sinne der Vorschriften für Sicherheit und Gesundheitsschutz (VSG) sind das durch Verbrennungsmotor angetriebene Kettensägen) im gewerblichen Bereich, sowie in den Staatsforsten einiger Bundesländer, so z. B. auch in Rheinland-Pfalz eine „Tauglichkeit“ bzw. einen Sachkundenachweis nach VSG 4.2 voraus (Motorsägenschein). Hinweise und Termine finden sich bei den Landesforsten Rheinland-Pfalz unter http://www.wald-rlp.de/forstamt-haardt/dienstleistungen-und-produkte/mot...

Treibstoffe und Betriebsstoffe

Der Einsatz von umweltfreundlichen, biologisch abbaubaren Treibstoffen und Betriebsstoffen (Kettenöl) ist geboten.

Das der Kette über die Ölpumpe zugeführte Schmiermittel (Sägekettenöl) wird überwiegend „verschleudert“. Seit langem wird daher auch und in zunehmendem Maße biologisch kurzfristig abbaubares Öl („Biokettenöl“, etwa auf Rapsöl-Basis) eingesetzt oder vorgeschrieben. Der Zweitaktmotor gibt einen erheblichen Teil des Brennstoffs (20 Prozent Spülverlust) wieder unverbrannt an die Umwelt ab. Bei Dauereinsatz ist das sowohl für die Umwelt wie auch für den Sägeführer eine große Belastung. Daher wurde benzolfreier Sonderkraftstoff für Motorsägen entwickelt (nachraffiniertes Alkylatbenzin), dieses produziert gegenüber handelsüblichem Benzin 90 Prozent weniger Schadstoffe.

Quellen

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Motorsensen / Freischneider

Allgemeine Beschreibung

Eine Motorsense, in leistungsstärkerer Ausführung meist Freischneider, in der schwächsten Ausführung auch Rasentrimmer genannt, ist ein motorangetriebenes Gerät zum Mähen von Gras, krautigen Pflanzen oder holzigem Gestrüpp. Leistungsstärkere Geräte können bei Ausrüstung mit einem Kreissägeblatt auch zum Abschneiden von kleineren Gehölzen bis etwa sieben Zentimeter Stammdurchmesser eingesetzt werden.

Mittels einer Welle wird vom Motor ein schnell rotierendes Schneidwerkzeug angetrieben, welches das zu mähende Gut im sogenannten Freischnittverfahren ohne Gegenschneide schneidet. Als Schneidwerkzeuge sind verschiedene Systeme gebräuchlich, entweder ein oder mehrere an einem Fadenkopf montierte robuste Fäden aus Nylon, Scheiben mit Kunststoffflügeln als Messer oder stählerne Messerscheiben bzw. Kreissägeblätter. Der Motor sitzt bei kleinen, leistungsschwächeren Geräten unmittelbar über dem Mähkopf, bei leistungsstärkeren Geräten jedoch in der Regel als Ausgleichsgewicht am oberen Ende des Sensenstiels. Kleinere Geräte werden an einer Griffkonstruktion gehalten, größere Geräte haben zusätzlich einen Trageriemen oder ein Tragegeschirr zum Umhängen.

Vorteile: exakte Mäharbeiten möglich; Einsatz auch bei Hanglage oder in terrassiertem Gelände, bei schlechter Zugänglichkeit, Enge bzw. bei Hindernissen oder mangelnder Bodentragfähigkeit noch möglich;
Nachteile: vergleichsweise geringe Flächenleistung

Sicherheit

  • Sicherheitsausrüstung
    Bei Motorsensen: Fadenabdeckung, Schutzbrille, festes Schuhwerk
    Bei Freischneidern: Messerabdeckung, Schutzbrille, Gehörschutz, Schnittschutzanzug, Handschuhe, Sicherheitsschuhe.
  • Sicherheitsvorschriften
    Wegen der von herumgeschleuderten Steinchen o. ä. ausgehenden Gefahr darf sich außer dem Geräteführer nach den Vorschriften der deutschen Berufsgenossenschaften niemand im Umkreis (15 m) des arbeitenden Gerätes aufhalten.

Quellen

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Mulchmäher

Allgemeine Beschreibung

Mulchmäher sind Maschinen zum Mähen und gleichzeitigen Zerkleinern des Mähgutes. Sie werden hauptsächlich zur Brachflächen- oder Landschaftspflege eingesetzt und sind in der Regel entweder unmittelbar oder als Mähwerk an einem hydraulisch steuerbaren Auslegerarm am antreibenden Fahrzeug angebaut.

Vorteile: ergibt auch bei hohem, verfilztem Gras ein sauberes Schnittbild, Schnittgut wird stark zerkleinert und gleichmäßig verteilt, dies fördert die rasche Verrottung des Schnittgutes, welches deshalb nicht abgeräumt werden muss, sondern auf der gemähten Fläche verbleiben kann; die Methode ist daher sehr zeit- und kosteneffizient;
Nachteile: in der Landschaftspflege ist i.d.R. eine Ausmagerung der Pflegefläche durch Nährstoffentzug erwünscht; durch den Einsatz von Mulchmähern verbleibt das Schnittgut aber i.d.R. auf der Fläche; diese Methode ist daher nicht für die Pflege nährstoffarmer Standorte, die eine Aushagerung des Bodens verlangen, geeignet.

Bauarten

  • Kreisel-/ Sichelmulcher
    Beim Sichelmulcher erfolgt der Mäh- und Zerkleinerungsvorgang durch schnell rotierende waagerechte Messer. Zum leichteren Ausmähen um Bäume oder Zaunpfähle herum, sind Sichelmulcher auch mit hydraulischer, gesteuerter Arbeitsbreitenänderung durch Einschwenken eines Teiles des Mähers (sogenannte Stockräumer) erhältlich.
  • Schlegelmulcher
    Der Schlegelmulcher arbeitet mit einer sich entgegengesetzt der Fahrtrichtung drehenden Welle mit zahlreichen spiralförmig an der Welle beweglich befestigten und robust ausgeführten Messern, den sogenannten Schlegeln.

Vorteile: aufgrund der robusten Ausführungsart der Schlegel können Äste und kleine Holzstücke mit verarbeitet werden; Steine verursachen kaum größere Schäden an der Maschine
Nachteile: recht hoher Kraftbedarf und somit hoher Karftstoffverbrauch
 

Quellen

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Balkenmäher

Allgemeine Beschreibung

Ein Balkenmäher ist eine Mähmaschine zum Mähen von Gras, Getreide oder dünnen Gehölzen. Das besondere Kennzeichen dieser Landmaschine ist der Balken, an dem die Schneidevorrichtung angebracht ist. Das zu mähende Pflanzenmaterial wird nach dem Scherenschnittprinzip durch die oszillierende Bewegung einer mit dreiecksförmigen Messerklingen bestückten Messerschiene gegen eine feststehende oder auch bewegliche Gegenschneide geschnitten.

Bauarten:

  • Doppelmessermähbalken
    verfügen über zwei scharfe Klingen mit entweder einer festen und einer bewegten - oder mit zwei bewegten Messerreihen.
    Vorteile: weitgehend störungsfreier (verstopfungsfreier) Betrieb
    Nachteile: penible Einstellungen nötig, höherer Wartungsaufwand, bei lagernden Gras- und Getreideflächen wird die wünschenswerte Schnittqualität nicht erreicht

  • Fingermähbalken
    verfügen über scharfe Klingen, die eng an den stumpfen „Fingern“ vorbeigeführt werden und damit exakt die Gras- und Getreidehalme abschneiden.
    Vorteile: wesentlich unempfindlicher gegenüber Steinen oder anderen Hindernissen; Wartung wesentlich einfacher, da weniger bewegliche Teile

Einsatzgebiete

Anbaumähwerke werden heute noch in Betrieben eingesetzt, die täglich Grünfutter für ihre Tiere holen. Handgeführte Motormäher werden in Bereichen eingesetzt, die für moderne Technik unzugänglich sind. Vor allem im unwegsamen Gebirge und auf schlechttragenden oder vernässten Untergründen sind sie unverzichtbar. Im Rahmen ökologischer Vereinbarungen können sie aufgrund der geringen Schädigung der Bodenfauna und der geringen Flächenleistung vorgeschrieben werden.

Messerbalken werden weiterhin bei Mähdreschern verwendet, wo das Gewicht und der geringere Bedarf an Antriebsleistung wichtiger sind als ein sauberer Schnitt.
 

Quellen

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Kreiselmäher

Allgemeine Beschreibung

Kreiselmäher oder Kreiselmähwerke werden in der Landwirtschaft und der Landschaftspflege verwendet, um Gras (entweder für Frischfutter, Heu oder Silage) zu mähen. Sie zählen zu den rotierenden Mähwerken und mähen im freien Schnitt. Es wird auf eine Gegenschneide verzichtet und das Mähgut aufgrund der Umlaufgeschwindigkeit eines rotierenden Messers und der Trägheit der Pflanze geschnitten.

Vorteile: wenig störanfällig, geringer Wartungsaufwand, hohe Arbeitsgeschwindigkeit, große Arbeitsbreiten
Nachteile: wegen schnellrotierender Teile ist eine schwere Bauart nötig und damit ein hoher Leistungs- und Kapitalbedarf erforderlich; Schutzmaßnahmen gegen umherfliegende Fremdkörper sind notwendig; Futterverschmutzung ist im Vergleich zu Balkenmähern höher, Kleintiere und Jungwild haben durch die hohe Schlagkraft meist keine ausreichende Möglichkeit zur Flucht

Bauarten

  • Trommelmähwerk
    Der Antrieb der beiden Trommeln mit den Messerkreiseln erfolgt von oben. Beide drehen sich zur Mitte.
    Vorteile: ordentliche, hohe Schwadbildung (man kann bei der nächsten Überfahrt auf der Grasnarbe fahren); Arbeiten auch bei schwierigsten Bedingungen noch zuverlässig möglich

  • Scheibenmähwerk
    Bei den Scheibenmähern erfolgt der Antrieb über ein Getriebe unterhalb der Mähscheiben. Sie werden meist in Verbindung mit Konditionierern eingesetzt.
    Vorteile: leichtere Bauweise; größere Arbeitsbreiten.
     

Quellen

 

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Sichelmäher

Allgemeine Beschreibung

Bei einem Sichelmäher schlägt ein mit hoher Geschwindigkeit rotierendes, horizontal angebrachtes Messer die Grashalme ab. Sichelmäher können handgeführte Geräte sein, selbstfahrende Rasentraktoren und Aufsitzmäher oder Anbaugeräte. Der durch den am äußeren Ende der Messerbalken vorhandenen aerodynamischen Anstellwinkel erzeugte Luftstrom richtet das Gras vor dem Mähen auf und bläst die Halme aus der Gehäuseglocke, wodurch die Möglichkeit des Mähens und Aufsammelns von Mähgut in einem Arbeitsgang besteht.

Vorteile: relativ gute Flächenleistung und eine geringere Störungsanfälligkeit, Möglichkeit den Abstand zwischen Mähwerk und Boden zu variieren
Nachteile: ungenauerer und unsauberer Schnitt der Grashalme
 

Quellen

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Spindelmäher

Allgemeine Beschreibung

Bei einem Spindelmäher werden die Gräser durch eine mit Messern besetzte Spindel geschnitten. Diese laufen an einem parallel zur Rotationsachse der Spindel angeordneten, feststehenden Gegenmesser vorbei (Scherenprinzip).
Spindelmäher werden vor allem auf Golfplätzen, Sportplätzen und in Parkanlagen eingesetzt.
 
Vorteile: schonenste Methode um Rasenflächen zu schneiden: Grashalme werden glatt abgeschnitten und fransen nicht aus, dies verhindert ein Austrocknen der Gräser und das Braunwerden der Grasspitzen
Nachteile: Gelände muss absolut eben sein, die Mähintervalle müssen in relativ kurzen Abständen erfolgen; vermehrter Wasserverlust der Grashalme über die Schnittfläche; Gras mit einer Höhe größer als der Spindelradius kann nur schlecht gemäht werden
 

Quellen

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Ferngesteuerte Mäher / Mulcher

Allgemeine Beschreibung

Bei denen zur Landschaftspflege einsetzbaren ferngesteuerten Mähern handelt es sich oftmals um Mulchmäherraupen. Schwenkbare Motoren ermöglichen das Arbeiten auch an sehr steilen Hängen.

Vorteile: Einsetzbar an schwer zugänglichen Orten z.B. steilen Böschungen, Gräben, an viel befahrenen Straßen oder auch bei starkem Zeckenaufkommen zum Schutz der Mitarbeiter.
Nachteile: hohe Anschaffungskosten
 

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Motorfräsen

Allgemeine Beschreibung

Die Fräse ist ein Bodenbearbeitungsgerät, welches ergänzend oder anstelle des Pflugs oder anderer Bodenbearbeitungsgeräte eingesetzt werden kann. Des Weiteren kann mit der Fräse auch organisches Material (Erntereste, Gründüngung) eingearbeitet werden. Die am äußeren Ende abgewinkelten Messer der Fräse rotieren mit hoher Geschwindigkeit um eine waagrechte Welle (Fräswelle) in Drehrichtung der Schlepperräder. Die Fräsmesser schneiden Erde aus dem Boden heraus und werfen sie gegen ein Prallblech, wodurch der Boden gelockert, gekrümelt und vermengt wird. Mit Fräsen lässt der Boden sich in der Regel bis etwa 15 cm Tiefe bearbeiten;

Vorteile: es gelangt mehr Sauerstoff in den Boden, somit kann organische Masse schneller abgebaut werden; ermöglicht bei leichten bis mittelschweren Böden in einem Arbeitsgang ein fertiges Saat- oder Pflanzbett herzurichten; auch stark durchwurzelte Erde kann damit bearbeitet werden; insbesondere auf nährstoffarmen Sandböden mit konkurrenzschwachen Pflanzen wird in der Landschaftspflege die Fräse zur Wiederherstellung von Offenbodenbereichen eingesetzt;
Nachteile: Das Fräsen von Beständen mit Wurzelunkräutern wie der Gemeinen Quecke (Elymus repens) kann zu einer ungewollten Massenvermehrung führen; ein zu häufiges Fräsen kann zudem zu einer Entmischung der Kornfraktionen des Bodens führen;
 

Quellen

 

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Motorhacken

Allgemeine Beschreibung

Eine Motorhacke ist ein Gartengerät zur flachen Lockerung des Bodens und zur Unkrautbekämpfung. Die erzielbaren Arbeitstiefen liegen zwischen 2 und 10 cm. Die Bodenlockerung wird ähnlich wie bei der Fräse durch eine sich drehende, mit starren, abgewinkelten Messern (Hackmesser) versehene horizontale Welle (Hackwelle) erzielt. Die langsamer rotierenden und im Vergleich zur Fräse relativ kurzen Hackmesser zerschneiden den Boden und krümeln ihn.

Vorteile: weniger tiefe Bearbeitung des Bodens und dadurch auch eine geringere Störung der natürlichen Bodenstruktur.
Nachteile: vergleichsweise geringe Flächenleistung
 

Quellen

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Ballenpressen

Allgemeine Beschreibung

Die Ballenpresse dient dazu, in der Landwirtschaft anfallendes Heu, Stroh oder Grassilage zu Ballen zu pressen, damit es platzsparend gelagert werden kann. Ballenpressen werden von einem Traktor gezogen und über die Zapfwelle angetrieben.
Heute werden meist Rund- oder Quaderballen (Gewicht bei Heu bis 400 kg/Stück, bei Silage bis über 1000 kg/Stück) gepresst. Die Ballen können entweder mit Garn oder mit Netzen gebunden werden.

Bauarten

  • Rundballenpresse
    Diese ist die am weitesten verbreitete Ballenpresse. Zur Herstellung dieser zylinderförmigen Ballen wird das Heu durch gummibesetzte Riemen oder durch Stahlrollen aufgerollt. Hat der Ballen eine bestimmte Größe erreicht, wird er mit Garn oder Netzen gebunden und kann anschließend aus dem hinteren Teil der Presse heraus rollen. Die Ballen haben einen Durchmesser von 120 bis 180 cm und sind 120 cm breit.
    Vorteile: Ballen können über kurze Strecken auch gerollt werden und sind, mit Ballenwickelgerät verschweißt, auch im Freien lagerbar; das Schnittgut muss nicht ganz so trocken sein, da es nicht so stark gepresst wird
    Nachteile: Ballen weniger platzsparend zu lagern; lassen sich schwerer von Hand portionieren

  • Quaderballenpresse
    Quaderballenpressen in großer Ausführung produzieren Ballen, welche deutlich mehr wiegen als Rundballen, da sie wesentlich fester gepresst werden. Das Pressgut wird im Presskanal durch Presskolben und Hydraulikzylinder komprimiert und anschließend mit verknoteten Schnüren fixiert. Die Breite von 80 bis 120 cm und die Höhe von 50 bis 130 cm sind durch die Bauart der Presse bestimmt und die Länge des Ballens von 50 bis 320 cm ist einstellbar.
    In kleiner Ausführung pressen sie die so genannten Hochdruckballen. Diese sind mit ihrer Masse von 10 bis 15 kg vor allem für Hobby-, Klein- und Pferdelandwirte ohne großen Maschinenpark interessant. Sie sind gut portionierbar und flexibel zu lagern (z.B. auch auf dem Dachboden).
    Vorteile: stärkere Verdichtung des Pressgutes; leichter portionierbare Ballen; in kleiner Ausführung von einer Person zu bewegen
    Nachteile: in großer Ausführung nur mit dem Frontlader eines Traktors oder dem Teleskoplader zu bewegen.
     

Quellen

 

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Heckenscheren

Allgemeine Beschreibung

Eine Heckenschere ist ein Gartengerät und dient dazu, eine Hecke zu stutzen oder Gebüsch und feststängelige Pflanzen zurückzuschneiden.
Motorisierte Heckenscheren (Benzin- oder Elektromotor) besitzen ein 40 bis 70 cm langes Schwert, ähnlich einem beidseitig schneidenden Mähbalken. An einer feststehenden Leiste sind rechts und links jeweils eine Reihe feststehender Messer befestigt, deren Abstand (ca. 1,5-3,4 cm) dem maximal zu schneidenden Astdurchmesser entspricht. Darüber wird ein zweiter, ebenfalls mit Messern besetzter Balken hin und her bewegt, so dass die Messer dieses Balkens mit dem Feststehenden eine lange Reihe einzelner Scheren bilden. Hierdurch kürzen die Schneiden die Hecke sehr präzise.
Vorteile: n.n.
Nachteile: n.n.
 

Quellen

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Heuwender

Allgemeine Beschreibung

Ein Heuwender (auch Heuwendemaschine, Kreiselwender, Zettkreisel, norddeutsch Kehrer oder in der Schweiz Heuzettler) ist ein landwirtschaftliches Arbeitsgerät, das beim Trocknungsprozess von Gras zur Heu- oder Silagegewinnung eingesetzt wird. Heuwender verteilen das frischgeschnittene Mähgut gleichmäßig auf der Grasnarbe, um dessen Trocknung zu beschleunigen (zetten). Im Anschluss wird des Öfteren das nunmehrige Anwelkgut gewendet, bis der gewünschte Trocknungsgrad, je nach Konservierungsart, erreicht ist.

Bauarten

  • Kreiselzettwender
    Ein Kreiselzettwender besteht aus einem oder mehreren Paaren Zinkenkreisel, die unter einem meist klappbar ausgeführten Rahmen befestigt sind. Die von der Zapfwelle des Traktors angetriebenen Kreisel drehen sich jeweils paarweise gegeneinander um eine in Fahrtrichtung geneigte, vertikale Achse.

  • Gabelheuwender
    Der Gabelheuwender ist in der Funktionsweise dem händischen Heuen mit der Gabel nachempfunden. Die einzelnen Gabeln sind auf einer Kurbelwelle befestigt und werfen das Mähgut portionsweise nach hinten hoch. Gabelwender wurden bis in die 1960er Jahre produziert und von den zapfwellenbetriebenen Kreiselheuern verdrängt.[
    Vorteile: schonende Behandlung der nährstoffreichen Blättchen im fast trockenen Heu
    Nachteile: beim ersten Wenden des frisch geschnittenen und noch schweren Grases bleiben gerne größere Portionen ungewendet liegen

  • Rüttelzetter
    Das gelenkwellengetriebene Gerät lockert das Grüngut durch das Hin- und Herbewegen von gefederten Zinken.

  • Kreiselrechwender
    An zwei gegenläufigen Horizontalkreiseln sind schräg nach unten stehende Zinken angebracht. Diese nehmen das Grüngut auf und werfen es nach hinten.
    Vorteile: aufgrund hinten angebrachter Fangkörbe ist eine Schwadlegung wie mit einem Schwader möglich
    Nachteile: eingeschränkte Arbeitsleistung

  • Trommelwender
    Hier sind drei Zinkenkämme quer zur Fahrtrichtung montiert. Sie drehen sich im Kreis, ähnlich der Haspel eines Mähdreschers und werfen das Halmgut unten nach hinten weg.

  • Band- oder Kettenrechwender
    Bandrechwender oder auch Bandheuer bzw. Bandrechen sind ein häufig genutztes Gerät in der Berglandwirtschaft. Als selbstfahrende handgeführte Motorgeräte können sie bis zu 80 % Hangneigung eingesetzt werden. Es werden gesteuerte Zinken auf Kunststoff-, Gummiriemen oder Zahnradketten montiert, die quer zur Fahrrichtung laufen. Das Mähgut wird seitlich durch die senkrecht auf dem Boden streifenden Zinken ausgeworfen. Durch das Anbringen eines Fangkorbes ist eine Schwadlegung möglich.
    Vorteile: durch geringes Gewicht und fahrzeugnahen Aufbau bessere Hangtauglichkeit als z. B. Kreiselschwader
    Nachteile: eingeschränkte Arbeitsbreite;

 

Quellen

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Obstschüttler

Allgemeine Beschreibung

n.n.

Bauarten

  • Seilschüttler
    Bei dem am Traktor anzubauende Seilschüttler wird ein Flachband zwei bis drei Mal in der Krone eingehängt, gespannt und dann kurz geschüttelt. Der Schüttelaufwand pro Baum beträgt ca. 10 min.
    Vorteile: Arbeitszeitersparnis 50 - 70%; keine dauerhaften Wurzelschäden;
    Nachteile: nicht geeignet für alte Bäume ohne ausreichende Elastizität, da es bei diesen zu Astbruch kommen kann

  • Motorschüttler
    Der mit einem gepolsterten Schultertragegurt tragbare, kräftige Schüttelhaken bringt durch seine schnelle Bewegung den Baum ins Schwingen und lässt alle Früchte vom Baum fallen. Dabei schützt eine dicke Gummieinlage die Rinde vor Beschädigungen.
    Vorteile: n.n.
    Nachteile: n.n.

  • Hydraulikschüttler / Stammschüttler
    Eher für den Lohnunternehmer oder den Maschinenring eignen sich die außerordentlich leistungsfähigen Hydraulikschüttler. Jüngere bis mittelalte Bäume werden mit einem hydraulischen Greifer, welcher an einem Teleskopausleger aufgehängt ist, einmal am Stamm gefasst und geschüttelt. Bei großen Bäumen greift man in die Hauptäste der Krone. Der Schüttelaufwand pro Baum beträgt ca. 5 min.
    Vorteile: sehr schnell und leistungsfähig; Baumschonende Technik und damit geringes Risiko von Astbruch; deutlich höherer Anschaffungspreis im Vergleich zum Seilschüttler
    Nachteile: n.n.
     

Quellen

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Obstaufsammelmaschine / Apfelsammelmaschine

Allgemeine Beschreibung

Voraussetzung für den Maschineneinsatz ist, dass der letzte Grasschnitt schon einige Wochen zurück liegt, damit das taufeuchte Gras nicht am Erntegut haften bleibt. Der Aufwuchs sollte zirka zehn bis 15 Zentimeter hoch sein. Vor der Ernte muss man das Fallobst, das meist schon länger liegt, entfernen und kompostieren. Dann kann man zügig mit guter Klaubleistung ernten und spart sich unnötiges Aussortieren.

Grundsätzlich sind die Geräte gut geländegängig. Trotzdem gilt, umso hängiger und klein strukturierter die Flächen sind, umso geringer die Klaubleistung je Stunde und umso besser eigenen sich die kleineren Geräte.

Bauarten

  • Handgeführte Obstauflesegeräte (Obstigelâ)
    Diese Geräte arbeiten mit auf einer Walze angebrachten Edelstahlstiften, welche die Früchte aufspießen und in Sammelkörbe befördern.
    Vorteile: die Aufleseleistung liegt mit bis zu 1,5 Tonnen pro Stunde 4-6 mal höher als bei Handarbeit
    Nachteile: nachsortieren ist unvermeidbar, da Blätter und angefaulte Früchte mit aufgespießt werden; Verletzung des Obstes (1-3 Einstiche pro Apfel), wodurch Saft austritt und der Fäulnisprozess beschleunigt wird

  • Handgeführte Obstauflesegeräte (Roll-Blitz)
    Der Roll-Blitz ist ein Handsammler auch für kleine Früchte wie Walnüsse und Zwetschgen. Diese werden in einem an einem Stiel befestigten flexiblen Drahtkorb von 35cm Länge aufgelesen und können dann mit Hilfe eines Entleerungsbügels in Eimer geschüttet werden, das Bücken entfällt.
    Vorteile: auch für kleinere Früchte geeignet; die Früchte werden nicht verletzt
    Nachteile: sehr kleine Flächenleistung

  • Handgeführte Obstauflesegeräte (Motorbetriebene Sammler)
    Eine Gummiwalze befördert Äpfel und Birnen in Richtung einer in einem Gitterkorb laufenden Spirale, die das Obst in die dafür vorgesehenen Auffangkörbe transportiert. Verunreinigungen fallen durch die Zwischenräume des Gitterkorbes.
    Vorteile: schonendes Auflesen; Reinigung des Obstes auf dem Transportweg zum Füllbehälter
    Nachteile: n.n.

  • Selbstfahrende Obstauflesemaschinen
    Hierbei handelt es sich um größere Aufsitzgeräte, die über einen mehr oder weniger großen Sammelbunker verfügen, welcher eine hydraulische Entleerung auf einen Anhänger ermöglicht. Mittlerweile sind sie in Arbeitsbreiten ab 80cm erhältlich.
    Vorteile: hohe Arbeitsbreiten und hohe Sammelleistung möglich
    Nachteile: größere Modelle nur für sehr gleichmäßige Streuobstbestände geeignet
     

Quellen

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Sprüh- und Spritzgeräte

Allgemeine Beschreibung

Sprüh- und Spritzgeräte sind in einem breiten Spektrum zu bekommen. Von Handspritzen, und einfachen Drucksprühern über Hochleistungssprühgeräte, Kolbenrückenspritzen oder Rückentragespritzen mit Verbrennungsmotor bis hin zu fahrbaren Motorspritzen und den großen Spezialspritzen wie sie beispielsweise im Obst- oder Weinanbau eingesetzt werden, gibt es sie für die verschiedensten Anwendungsgebiete.

Die meisten arbeiten nach dem gleichen Grundprinzip: Mit Hilfe von Pumpen wird der Luftdruck im Behälter erhöht, welcher wiederum die Spritzflüssigkeit herausdrückt. Die Spritzflüssigkeit tritt durch eine Düse aus, welche für eine Verwirbelung sorgt und die Tröpfchengröße bestimmt. Die größeren, fahrbaren Geräte besitzen oft zusätzlich Gebläse und Luftleitklappen / Luftführungen um die Verteilung der Spritzflüssigkeit zu optimieren.

Abweichend hiervon werden unverdünnte oder stark konzentrierte Pflanzenschutzmittel mit einem sogenannten Rotationszerstäuber ausgebracht. Die Tropfen werden hier mittels einer schnell rotierenden Scheibe, an deren gezähntem Rand die Flüssigkeit zerrissen wird, erzeugt. Der Tropfentransport der extrem feinen Tropfen erfolgt meist in einem Trägerluftstrom und die feinen Tropfen müssen gut gegen Abdrift abgeschirmt werden.

5-10 L Spritzen mit Trageriemen reichen für einen größeren Garten oder eine Gärtnerei. Bei mehr als 15l Fassungsvermögen wird das Gewicht zum tragen zu hoch und es sollte auf fahrbare Spritzen umgestiegen werden.

 

Quellen

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