Auch kulturell haben viele „L“-Pflanzen eine eigene Geschichte. Lilien gelten seit Jahrhunderten als Symbolpflanzen, Lavendel ist ein Klassiker für Duft und Hausapotheke, und der Lotus steht in mehreren Kulturen für Reinheit und Erneuerung. So verbindet dieser Buchstabe Alltagsnähe mit botanischer und historischer Tiefe.
Liste von Pflanzen, deren Namen mit „L“ beginnen
Lärche (Larix decidua) – Ein heimischer Nadelbaum, der im Herbst seine Nadeln abwirft, was ihn unter den Nadelbäumen besonders macht. Die Lärche wächst in Gebirgsregionen, liefert langlebiges Holz und zeigt im Frühjahr hellgrüne, weiche Nadeln.
Linde (Tilia cordata) – Ein klassischer Dorf- und Alleebaum Europas mit herzförmigen Blättern und stark duftenden Blüten. Lindenblüten sind als Tee beliebt und gelten traditionell als wohltuend bei Erkältungen.
Liguster (Ligustrum vulgare) – Ein robuster heimischer Strauch, der häufig als Hecke gepflanzt wird. Er ist schnittverträglich, bietet Vögeln Schutz und trägt dunkle Beeren, die für Menschen nicht zum Verzehr gedacht sind.
Lorbeer (Laurus nobilis) – Ein mediterraner Immergrüner mit aromatischen Blättern, die als Gewürz in vielen Küchen verwendet werden. In milden Regionen wächst er im Garten, sonst oft als Kübelpflanze.
Lavendel (Lavandula angustifolia) – Ein Duftklassiker aus dem Mittelmeerraum mit violetten Blütenständen und silbrigem Laub. Lavendel ist eine typische Bienenpflanze, passt gut in trockene Beete und wird für Duftkissen und Öle geschätzt.
Lilienbaum (Liriodendron tulipifera) – Ein stattlicher Baum aus Nordamerika mit markant geformten Blättern und tulpenähnlichen, gelbgrünen Blüten. In Parks wirkt er imposant, braucht jedoch Platz und einen guten Standort.
Lilie (Lilium candidum) – Eine traditionsreiche Zierpflanze mit großen, oft stark duftenden Blüten. Lilien sind seit der Antike Symbolpflanzen, stehen für Reinheit und werden in Gärten als Blickfang kultiviert.
Löwenzahn (Taraxacum officinale) – Eine der bekanntesten Wildpflanzen Europas mit gelben Korbblüten und charakteristischen „Pusteblumen“. Junge Blätter werden als Salat genutzt, und die Pflanze ist eine wichtige frühe Nahrungsquelle für Insekten.
Lupine (Lupinus polyphyllus) – Eine farbenprächtige Staude mit hohen Blütenkerzen, ursprünglich aus Nordamerika. Lupinen können Stickstoff im Boden binden und sind in Bauerngärten wie auch in naturnahen Pflanzungen beliebt.
Leinkraut (Linaria vulgaris) – Eine heimische Wildstaude mit gelben, zart „löwenmaulartigen“ Blüten. Sie wächst an Wegrändern, ist robust und fügt sich gut in Wildblumenflächen ein.
Lein (Linum usitatissimum) – Eine Kulturpflanze mit langer Geschichte, die sowohl für Fasern (Leinen) als auch für Samen (Leinsamen) genutzt wird. Die zarten blauen Blüten wirken filigran, während die Samen ernährungsphysiologisch geschätzt werden.
Liebstöckel (Levisticum officinale) – Ein kräftiges Küchenkraut, auch „Maggikraut“ genannt, mit würzigem Aroma. Die Pflanze ist winterhart, wird hoch und passt gut in Kräuterbeete oder an den Gartenzaun.
Lauch (Allium porrum) – Ein Gemüsekultivar mit mild-würzigem Geschmack, der in vielen Küchen eingesetzt wird. Lauch ist anspruchslos, wächst über lange Zeit und eignet sich gut für Herbst- und Winterernte.
Knoblauch-Lauch (Allium sativum) – Als Knoblauch bekannt, botanisch ebenfalls ein Lauchgewächs. Er wird weltweit als Gewürz- und Heilpflanze genutzt, bildet Zehen und liebt sonnige, eher trockene Standorte.
Limette (Citrus aurantiifolia) – Ein wärmeliebender Zitrusbaum, der meist im Kübel kultiviert wird. Die Früchte sind in Getränken und Küche beliebt, während die Blüten angenehm duften und mediterranes Flair schaffen.
Litschi (Litchi chinensis) – Ein subtropischer Baum aus Südchina mit dekorativen Früchten. In warmen Regionen wird er angebaut, im Haus oder Wintergarten braucht er viel Licht und gleichmäßige Feuchtigkeit.
Langblatt-Ficus (Ficus binnendijkii) – Eine Zimmerpflanze mit schmalen, eleganten Blättern, die einen ruhigen, „grünen“ Look in Wohnräumen erzeugt. Sie gilt als relativ robust, mag aber keine starken Standortwechsel.
Leuchterblume (Ceropegia woodii) – Eine beliebte Hänge-Zimmerpflanze mit herzförmigen Blättern und feinen Trieben. Sie ist genügsam, verträgt Trockenphasen und wird oft als dekorativer „grüner Vorhang“ kultiviert.
Lanzen-Speerblatt (Spathiphyllum wallisii) – Bekannt als Einblatt, mit glänzenden Blättern und weißen Hochblättern. Es ist eine klassische Zimmerpflanze für halbschattige Plätze und signalisiert Wassermangel schnell durch hängende Blätter.
Leopardenpflanze (Farfugium japonicum) – Eine auffällige Blattschmuckpflanze mit oft gefleckten, runden Blättern. Sie stammt aus Ostasien und wird gern in Kübeln oder in milden Regionen im halbschattigen Garten gehalten.
Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides) – Ein Ziergras mit weichen, bürstenartigen Blütenständen, das im Spätsommer besonders wirkt. Es bringt Bewegung ins Beet und passt gut zu Stauden und Gräserpflanzungen.
Lenzrose (Helleborus orientalis) – Eine winter- bis frühjahrsblühende Staude, die oft schon bei Kälte Blüten zeigt. Sie ist schattenverträglich, langlebig und sorgt im Garten für frühe Farbakzente.
Lebensbaum (Thuja occidentalis) – Ein immergrünes Nadelgehölz, das häufig als Hecke eingesetzt wird. Der Lebensbaum ist pflegeleicht, sollte aber passend zum Standort gewählt und nicht zu trocken gehalten werden.
Lebensbaumzypresse (Chamaecyparis lawsoniana) – Eine Zypressenart mit vielen Sorten, die von schmalen Säulenformen bis zu buschigen Varianten reicht. Sie wird in Gärten als Strukturpflanze genutzt und bleibt meist immergrün.
Lotos (Nelumbo nucifera) – Eine Wasserpflanze mit großen, eindrucksvollen Blättern und auffälligen Blüten, die sich über die Wasseroberfläche erheben. Der Lotus ist kulturell stark symbolisch aufgeladen und braucht warmes, stehendes Wasser.
Lotus-Klee (Lotus corniculatus) – Eine heimische Wiesenpflanze mit gelben Blüten, die in naturnahen Flächen geschätzt wird. Sie bietet Insekten Nahrung und kann magere Standorte gut besiedeln.
Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) – Eine schattenliebende Staude mit gefleckten Blättern und Blüten, die ihre Farbe oft von rosa zu blau wechseln. Traditionell wurde sie als Heilpflanze genutzt und ist ein frühes Insektenfutter im Frühjahr.
Lobelie (Lobelia erinus) – Eine beliebte Sommerblume mit intensiven Blau- und Violetttönen, häufig in Balkonkästen. Sie blüht reich, mag gleichmäßige Feuchtigkeit und wirkt besonders in Kombination mit anderen Sommerpflanzen.
Laserkraut (Laserpitium latifolium) – Eine eher selten bekannte Staude mit Doldenblüten, die in naturnahen Pflanzungen attraktiv wirkt. Sie ist heimisch in Teilen Europas und bringt eine wilde, wiesenartige Anmutung ins Beet.
Lebkuchenbaum (Cercidiphyllum japonicum) – Ein Baum aus Ostasien, dessen Herbstlaub oft einen süßlichen Duft verströmt, der an Gebäck erinnert. Er hat herzförmige Blätter und eine schöne gelb- bis rötliche Herbstfärbung.
Leberblümchen (Hepatica nobilis) – Ein zartes, frühblühendes Waldpflänzchen mit blauen, manchmal auch weißen oder rosa Blüten. Es ist heimisch, liebt humusreiche Böden und gilt als typischer Frühlingsbote im lichten Wald.
Luffa (Luffa aegyptiaca) – Eine kletternde Kürbisverwandte, deren reife Früchte als Naturschwamm genutzt werden. In warmen Sommern kann sie im Garten gezogen werden und zeigt gelbe Blüten sowie lange, gurkenartige Früchte.
Liane (Monstera deliciosa) – Eine tropische Kletterpflanze, bekannt als Fensterblatt, mit großen, geschlitzten Blättern. Sie ist eine ikonische Zimmerpflanze, benötigt eine Rankhilfe und sorgt für „Dschungel-Atmosphäre“ im Raum.
Laubfarn (Dryopteris filix-mas) – Ein klassischer, heimischer Farn für Schattenbereiche, robust und langlebig. Er bildet ausladende Wedel und bringt eine ruhige, waldartige Struktur in schattige Beete.
Fazit
Pflanzen mit dem Anfangsbuchstaben „L“ zeigen, wie breit die botanische Welt aufgestellt ist: vom heimischen Waldbaum über mediterrane Würzpflanzen bis hin zu tropischen Zimmerpflanzen und eindrucksvollen Wassergewächsen. Diese Vielfalt erinnert daran, dass Natur nicht nur aus bekannten Gartenklassikern besteht, sondern aus einem großen Netzwerk an Lebensformen mit unterschiedlichen Ansprüchen und Rollen im Ökosystem.
Wer sich mit „L“-Pflanzen beschäftigt, begegnet zugleich Nutzpflanzen, Zierpflanzen und Wildarten – und damit auch der Frage, wie wir Lebensräume gestalten und erhalten. Botanische Vielfalt bedeutet Stabilität, Anpassungsfähigkeit und Schönheit. Sie verdient Aufmerksamkeit, weil sie unser tägliches Leben, unsere Kultur und die Gesundheit von Landschaften nachhaltig prägt.