Außerdem ist „K“ in der Garten- und Zimmerpflanzenwelt stark vertreten, weil zahlreiche beliebte Zierpflanzen so beginnen: „Kamelie“, „Knollenbegonie“ oder „Korbblütler“-Vertreter wie „Kugeldistel“. In der Botanik selbst ist das „K“ ebenfalls präsent, da viele lateinische Gattungsnamen im Deutschen eingedeutscht oder über Sortennamen verbreitet werden.
Die folgende Auswahl zeigt, wie vielfältig Pflanzen mit „K“ sein können: vom heimischen Baum bis zur exotischen Kletterpflanze, von Heilkräutern über Wasserpflanzen bis zu Zimmerpflanzen. Jede Pflanze ist mit deutschem Namen, botanischer Bezeichnung und einer kurzen, informativen Einordnung beschrieben.
Liste von Pflanzen, die mit „K“ beginnen
Kakaobaum (Theobroma cacao) – Ein tropischer Baum aus Mittel- und Südamerika, dessen Samen die Grundlage für Kakao und Schokolade bilden. Die unscheinbaren Blüten erscheinen direkt am Stamm, was in der Pflanzenwelt eine besondere Strategie ist. Heute wird Kakao in vielen tropischen Regionen kultiviert und hat große kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung.
Kamelie (Camellia japonica) – Ein immergrüner Strauch aus Ostasien mit glänzenden Blättern und eleganten Blüten, die oft an Rosen erinnern. Kamelien gelten als klassische Zierpflanzen und stehen in vielen Kulturen für Schönheit und Beständigkeit. In milden Regionen gedeihen sie auch im Garten, sonst als Kübelpflanze.
Kanadische Goldrute (Solidago canadensis) – Eine hochwüchsige Staude mit leuchtend gelben Blütenrispen, ursprünglich aus Nordamerika. In Europa ist sie verbreitet und teils invasiv, weil sie sich stark ausbreitet. Als Bienenweide ist sie dennoch geschätzt, da sie spät im Jahr reichlich Nektar bietet.
Kanarische Dattelpalme (Phoenix canariensis) – Eine robuste Palmenart von den Kanarischen Inseln, die in Parks und als Kübelpflanze beliebt ist. Ihr gefiederter Blattschopf wirkt majestätisch, und sie verträgt Trockenheit gut. In warmen Küstenregionen kann sie dauerhaft im Freiland stehen.
Kastanie, Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) – Ein großer, markanter Baum mit weißen Blütenkerzen im Frühjahr und stacheligen Früchten im Herbst. Die „Kastanien“ sind für Kinder ein Klassiker zum Basteln, obwohl sie nicht essbar sind. Als Straßen- und Parkbaum prägt sie viele Stadtbilder.
Esskastanie (Castanea sativa) – Ein wärmeliebender Baum aus Südeuropa und Kleinasien, bekannt für seine essbaren Maronen. Die Blätter sind länglich und gezähnt, die Früchte sitzen in stark bestachelten Hüllen. In Weinbauklimaten wird die Esskastanie zunehmend auch nördlicher kultiviert.
Katze im Sack, Kannenpflanze (Nepenthes spp.) – Eine faszinierende tropische Zimmerpflanze mit Kannen, in denen sie Insekten fängt und verdaut. Sie stammt vor allem aus Südostasien und wächst oft in nährstoffarmen Lebensräumen. Für die Kultur sind hohe Luftfeuchtigkeit und helles, indirektes Licht wichtig.
Katzengamander (Teucrium marum) – Ein aromatischer Halbstrauch aus dem Mittelmeerraum mit graugrünen Blättern und kleinen Blüten. Sein Duft wird unterschiedlich wahrgenommen, gilt aber als intensiv und charakteristisch. Als trockenheitsverträgliche Pflanze passt er gut in Steingärten und sonnige Beete.
Katzenminze (Nepeta cataria) – Eine bekannte Heil- und Würzpflanze, deren Duft viele Katzen anzieht. Die Staude trägt zarte, meist bläulich-weiße Blüten und ist eine wertvolle Bienenweide. In der Volksmedizin wurde sie traditionell bei Unruhe oder Magenbeschwerden verwendet.
Kaukasus-Vergissmeinnicht (Brunnera macrophylla) – Eine schattenverträgliche Staude mit herzförmigen Blättern und kleinen, himmelblauen Blüten im Frühjahr. Sie stammt aus dem Kaukasus und eignet sich hervorragend als Bodendecker im Halbschatten. Viele Sorten sind wegen silbrig gemusterter Blätter beliebt.
Kieferngewächse, Waldkiefer (Pinus sylvestris) – Ein weit verbreiteter Nadelbaum Europas mit rötlich schimmernder Borke im oberen Stammbereich. Die Kiefer ist anspruchslos, wächst auf Sandböden und bildet lichte Wälder. Ihr Holz ist wirtschaftlich bedeutend, Harz und Nadeln wurden zudem traditionell genutzt.
Kichererbse (Cicer arietinum) – Eine uralte Kulturpflanze aus dem Vorderen Orient, deren Samen als Hülsenfrucht weltweit geschätzt werden. Die Pflanze ist wärmeliebend und bildet kleine, gefiederte Blätter. Kichererbsen sind Grundlage vieler Speisen und stehen für die Vielfalt pflanzlicher Ernährung.
Kirsche, Süßkirsche (Prunus avium) – Ein heimischer Baum mit weißer Blüte im Frühjahr und süßen Früchten im Sommer. Kirschen sind nicht nur kulinarisch bedeutend, sondern auch ökologisch wertvoll, da Blüten bestäubende Insekten anziehen. Alte Kirschsorten sind ein wichtiger Bestandteil regionaler Obstkultur.
Sauerkirsche (Prunus cerasus) – Eng verwandt mit der Süßkirsche, aber mit säuerlichen Früchten, die oft verarbeitet werden. Die Bäume bleiben meist kleiner und eignen sich für Gärten. In vielen Regionen gehören Sauerkirschprodukte zur traditionellen Küche.
Kiwi (Actinidia deliciosa) – Eine kräftige Kletterpflanze aus Ostasien mit großen Blättern und aromatischen Früchten. Für Fruchtansatz braucht es oft männliche und weibliche Pflanzen, je nach Sorte. In milden Lagen kann Kiwi im Garten gedeihen, sonst als geschütztes Spalierobst.
Klee, Weißklee (Trifolium repens) – Ein typischer Wiesenbewohner mit weißen Blütenköpfchen, der als Bodenverbesserer gilt. Durch Stickstoffbindung verbessert Klee die Bodenfruchtbarkeit. In vielen Kulturen steht das Kleeblatt symbolisch für Glück.
Rotklee (Trifolium pratense) – Eine auffällige Wiesenpflanze mit rötlich-violetten Blüten, die als Bienenweide besonders wertvoll ist. Rotklee wird auch als Futterpflanze genutzt und spielt in der Landwirtschaft eine wichtige Rolle. In der Pflanzenheilkunde wird er traditionell vielfältig eingesetzt.
Knoblauch (Allium sativum) – Eine uralte Kultur- und Heilpflanze mit charakteristischen Knollen und intensivem Aroma. Knoblauch wird weltweit als Gewürz verwendet und ist für viele Küchen unverzichtbar. Auch in der Volksmedizin hat er einen festen Platz, etwa in Bezug auf Ernährung und Wohlbefinden.
Knollenbegonie (Begonia × tuberhybrida) – Eine beliebte Zierpflanze mit knollenförmigem Speicherorgan und üppigen Blüten in vielen Farben. Sie eignet sich für Balkonkästen, Kübel und halbschattige Beete. Ihre Knollen erlauben ein Überwintern, wenn sie frostfrei gelagert werden.
Knollenziest (Stachys affinis) – Eine essbare Staude, die kleine, gedrehte Knollen bildet, die kulinarisch als Delikatesse gelten. Ursprünglich stammt sie aus Ostasien, wird aber auch in europäischen Gärten angebaut. Die Knollen erinnern in der Form an kleine Muscheln und werden oft schonend gegart.
Königskerze (Verbascum thapsus) – Eine imposante zweijährige Pflanze mit hoch aufragendem Blütenstand und gelben Blüten. Sie wächst gerne an trockenen, sonnigen Standorten und ist ein typischer Vertreter von Wegrändern. In der traditionellen Kräuterkunde wurde sie häufig bei Beschwerden der Atemwege genutzt.
Kornblume (Centaurea cyanus) – Eine ikonische Ackerbegleitpflanze mit intensiv blauen Blüten, die früher in Getreidefeldern häufig war. Heute ist sie seltener geworden, wird aber in Blühstreifen und naturnahen Gärten wieder gefördert. Sie ist eine wertvolle Insektenpflanze und ein Symbol für Feldflurromantik.
Kornelkirsche (Cornus mas) – Ein Strauch oder kleiner Baum, der sehr früh im Jahr gelb blüht und dadurch für Insekten wichtig ist. Seine roten Früchte sind essbar und können zu Marmelade oder Saft verarbeitet werden. Als robustes Gehölz eignet er sich gut für Hecken und naturnahe Pflanzungen.
Korkeiche (Quercus suber) – Ein mediterraner Baum, dessen dicke Rinde regelmäßig geerntet wird, ohne den Baum zu fällen. Daraus entsteht der Naturkork, der lange Zeit für Flaschenverschlüsse berühmt war. Die Korkeiche steht beispielhaft für nachhaltige Nutzung eines lebenden Baumes.
Koriander (Coriandrum sativum) – Ein einjähriges Küchenkraut, dessen Blätter und Samen unterschiedlich schmecken und genutzt werden. Der Ursprung liegt im Mittelmeerraum und Vorderasien, heute ist Koriander weltweit verbreitet. Er ist sowohl Gewürz- als auch Heilpflanze in vielen Traditionen.
Kreuzkümmel (Cuminum cyminum) – Eine wärmeliebende Gewürzpflanze aus dem Orient, deren Samen in vielen Küchen unverzichtbar sind. Der Geschmack ist erdig-würzig und deutlich intensiver als bei Kümmel. Botanisch gehören Kreuzkümmel und Kümmel nicht zur selben Art, werden aber oft verwechselt.
Kümmel (Carum carvi) – Eine in Europa heimische Doldenblütler-Pflanze, deren Samen klassisch zum Würzen verwendet werden. Kümmel ist eine bekannte Heilpflanze, besonders im Zusammenhang mit Verdauung. Die zarten weißen Blütendolden erscheinen im Sommer und locken viele Insekten an.
Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) – Eine rankende oder kriechende Zier- und Nutzpflanze aus Südamerika mit leuchtenden Blüten. Blätter und Blüten sind essbar und schmecken leicht pfeffrig. Sie eignet sich für Balkon und Garten, wächst schnell und kann auch als Bodendecker dienen.
Kerbel (Anthriscus cerefolium) – Ein feines Küchenkraut, das in der klassischen Kräuterküche geschätzt wird. Kerbel hat zarte, gefiederte Blätter und ein mild-anisartiges Aroma. Er wächst am liebsten in nicht zu heißer Lage und wird oft frisch verwendet.
Kardamom (Elettaria cardamomum) – Eine tropische Ingwerverwandte, deren Samen zu den teuersten Gewürzen gehören. Kardamom stammt aus Südasien und wird in warmen Regionen kultiviert. Das Aroma ist komplex, frisch und würzig und prägt viele Süß- und Herzgerichte.
Kurkuma (Curcuma longa) – Ebenfalls ein Ingwergewächs, dessen gelbes Rhizom als Gewürz und Farbstoff bekannt ist. Kurkuma hat in vielen Kulturen eine lange Tradition in Küche und Brauchtum. Als Zimmer- oder Kübelpflanze zeigt sie zudem attraktive, tropische Blütenstände.
Kalmus (Acorus calamus) – Eine Sumpf- und Wasserpflanze mit schwertförmigen Blättern, die gern an Teichrändern wächst. Kalmus hat einen aromatischen Duft und wurde historisch als Nutz- und Heilpflanze geschätzt. Er eignet sich zur Uferbepflanzung und stabilisiert nasse Standorte.
Krampfadernkraut, Rossminze (Mentha longifolia) – Eine robuste Minzart mit länglichen Blättern und hellem Blütenstand. Sie stammt aus Europa und Westasien und wird traditionell aromatisch genutzt. Minzen verbreiten sich stark, weshalb ein kontrollierter Standort im Garten sinnvoll ist.
Kugeldistel (Echinops ritro) – Eine Staude mit auffälligen, kugeligen, blau schimmernden Blütenständen. Sie ist trockenheitsverträglich und passt gut in sonnige Staudenbeete. Als Strukturpflanze bleibt sie auch im Winter dekorativ und wird von Insekten gern besucht.
Korallenbaum (Erythrina crista-galli) – Ein exotisch wirkender Zierstrauch oder kleiner Baum mit leuchtend roten Blüten, der in warmen Regionen besonders auffällt. Er stammt aus Südamerika und wird oft als Kübelpflanze gehalten. Seine Blüten sind ein starker Blickfang und wirken fast skulptural.
Kentia-Palme (Howea forsteriana) – Eine der beliebtesten Zimmerpalmen, weil sie vergleichsweise tolerant gegenüber weniger Licht ist. Sie stammt von einer Inselgruppe im Pazifik und entwickelt elegant überhängende Wedel. In Innenräumen steht sie oft für ein ruhiges, tropisches Ambiente.
Kranzbinde, Kranzschlinge (Stephanotis floribunda) – Eine duftende Kletterpflanze, die als Zimmerpflanze bekannt ist und wachsartige, weiße Blüten bildet. Sie stammt aus Madagaskar und wird häufig an Rankhilfen gezogen. Ihr intensiver Duft macht sie zu einer besonderen Pflanze für helle Räume.
Kängurupfote (Anigozanthos flavidus) – Eine ungewöhnliche Zierpflanze aus Australien mit samtigen, „pfotenartigen“ Blütenformen. Sie liebt Licht und eher trockene Bedingungen, weshalb sie gern als Kübelpflanze kultiviert wird. Ihre Blüten wirken modern und exotisch zugleich.
Fazit
Pflanzen mit dem Anfangsbuchstaben „K“ zeigen eine bemerkenswerte Bandbreite: von großen Bäumen wie Kiefer, Kastanie und Korkeiche über beliebte Gartenstauden wie Kornblume, Königskerze und Kugeldistel bis hin zu Gewürz- und Heilpflanzen wie Kümmel, Koriander, Kurkuma oder Knoblauch. Dazu kommen faszinierende Exoten und Zimmerpflanzen wie Kannenpflanzen, Kentia-Palme oder Kängurupfote sowie nasse Spezialisten wie Kalmus.
Gerade diese Mischung macht deutlich, wie reich die botanische Vielfalt ist – und wie eng sie mit Kultur, Ernährung, Gartenpraxis und Ökologie verbunden bleibt. Wer Pflanzen bewusst auswählt und pflegt, trägt dazu bei, Lebensräume zu erhalten, Arten zu schützen und die Vielfalt der Natur im Alltag sichtbar zu machen.