Auffällig ist außerdem, dass „D“ häufig in Namen auftaucht, die Duft, Dornen, Drachenhaftes oder dichte Blütenstände betonen. Das sind Hinweise auf Eigenschaften, die man im Alltag wirklich spürt: Duft im Beet, stachelige Schutzmechanismen, markante Blattformen oder eine besondere Wuchsform. Wer genauer hinschaut, findet unter D-Pflanzen Bäume, Sträucher, Stauden, Kletterpflanzen sowie Wasser- und Sumpfbewohner – also ein kleines botanisches Panorama in nur einem Buchstaben.
Liste: Pflanzen, deren Name mit D beginnt
Dahlie (Dahlia pinnata) – Die Dahlie stammt ursprünglich aus Mittelamerika und ist heute ein Star im Spätsommerbeet. Ihre Formen reichen von einfachen „Scheibenblüten“ bis zu pomponartigen Kugeln; sie steht für Farbenfreude und lässt sich durch Knollen überwintern.
Dattelpalme (Phoenix dactylifera) – Ein Sinnbild für Oasenlandschaften und warme Regionen: Die Dattelpalme liefert nahrhafte Früchte und beeindruckt mit ihrem gefiederten Blattwerk. In Kübeln kann sie auch bei uns kultiviert werden, braucht dann aber viel Licht und eine frostfreie Überwinterung.
Douglasie (Pseudotsuga menziesii) – Dieser stattliche Nadelbaum aus Nordamerika wird bei uns als Forstbaum geschätzt. Er wächst schnell, bildet aromatisch duftendes Harz und kann sehr alt werden – im Garten wirkt er als imposanter Solitär, braucht aber viel Platz.
Deutzie (Deutzia scabra) – Ein blühfreudiger Strauch, der im Frühsommer mit weißen bis zartrosa Blütenwolken begeistert. Deutzien sind robust, gut schnittverträglich und werden gern als lockere Blütenhecke oder für naturnahe Gärten verwendet.
Dieffenbachie (Dieffenbachia seguine) – Eine beliebte Zimmerpflanze mit großen, oft gemusterten Blättern. Sie wirkt wie ein grünes Statement im Raum, sollte jedoch wegen ihres reizenden Pflanzensafts mit Vorsicht behandelt werden – besonders in Haushalten mit Kindern oder Haustieren.
Drachenbaum (Dracaena marginata) – Schlank, aufrecht und mit schmalen Blättern: Der Drachenbaum ist eine unkomplizierte Zimmerpflanze für helle Standorte. Er verzeiht Pflegefehler eher als viele andere Arten und bringt mit seiner Silhouette moderne Eleganz in Wohnräume.
Drachenlilie (Dracunculus vulgaris) – Eine auffällige Staude mit dramatischem Blütenstand, der exotisch wirkt. Sie ist bekannt für ihren intensiven Geruch während der Blüte, der in der Natur Bestäuber anlockt – im Garten bleibt sie dennoch eine faszinierende Rarität.
Drachenfruchtkaktus (Selenicereus undatus) – Der Kaktus hinter der bekannten Pitaya-Frucht bildet große, oft nachts blühende Blüten. Als Kübelpflanze braucht er Wärme, Licht und eine Kletterhilfe; die Früchte sind ein kleines Tropen-Highlight für Geduldige.
Dotterblume (Caltha palustris) – Ein typischer Bewohner feuchter Wiesen und Bachränder. Im Frühjahr leuchtet die Dotterblume goldgelb und wirkt wie ein kleines Signalfeuer am Wasser – ideal für Naturgärten mit Teich oder Sumpfzone.
Diptam (Dictamnus albus) – Eine elegante Staude mit zarten Blüten und aromatischem Duft. An warmen Tagen können ätherische Öle um die Pflanze herum besonders intensiv wirken; Diptam gilt zudem als traditionelle Heil- und Kulturpflanze.
Dill (Anethum graveolens) – Ein aromatisches Küchenkraut, das besonders in der Einlegeküche und zu Fischgerichten beliebt ist. Dill stammt aus dem Mittelmeerraum und Westasien, wächst schnell und lockt mit seinen Dolden zahlreiche nützliche Insekten an.
Dost (Origanum vulgare) – Der wilde Verwandte des Oregano ist eine heimische Heil- und Gewürzpflanze. Er blüht rosa bis purpur und ist ein Magnet für Bienen und Schmetterlinge – im Kräuterbeet ebenso wertvoll wie in naturnahen Staudenpflanzungen.
Distel (Cirsium vulgare) – Disteln stehen für Widerstandskraft: stachelig, trockenheitsverträglich und dennoch ökologisch wichtig. Ihre Blüten sind begehrte Nektarquellen, und im Spätsommer wirken sie im Wildstaudenbeet fast skulptural.
Dornrose (Rosa spinosissima) – Eine robuste Wildrose mit dichtem Stachelkleid und zarten, meist hellen Blüten. Sie ist ideal für naturnahe Hecken, bietet Schutz für Tiere und kann im Herbst dekorative Hagebutten ausbilden.
Dirndlstrauch (Cornus mas) – Auch Kornelkirsche genannt: ein Strauch oder kleiner Baum, der sehr früh im Jahr gelb blüht. Seine roten Früchte sind essbar und eignen sich für Gelee oder Likör; zugleich ist er ein wertvoller Insektennährstrauch.
Dreimasterblume (Tradescantia zebrina) – Eine beliebte Zimmer- und Ampelpflanze mit dekorativ gestreiften Blättern. Sie wächst schnell, lässt sich leicht vermehren und bringt mit violetten Tönen einen lebendigen Akzent auf Fensterbänke und Regale.
Dendrobium-Orchidee (Dendrobium nobile) – Diese Orchidee steht für elegante Blütenfülle und eine gewisse Exotik. Bei guter Pflege belohnt sie mit Blütentrauben, die fast wie kleine Kunstwerke wirken; sie liebt helles Licht und eine rhythmische Pflege über das Jahr.
Damiana (Turnera diffusa) – Ein kleiner Strauch aus Mittelamerika, der traditionell als Heil- und Ritualpflanze genutzt wurde. Die gelben Blüten wirken schlicht, doch die Pflanze ist vor allem für ihre aromatischen Blätter und ihre kulturgeschichtliche Bedeutung bekannt.
Dong-Quai (Angelica sinensis) – Eine traditionsreiche Heilpflanze der ostasiatischen Kräuterkunde. Ihre Wurzel wird seit Jahrhunderten verwendet; als Pflanze selbst wirkt sie mit ihren Doldenblüten und dem kräftigen Wuchs auch im Kräutergarten eindrucksvoll.
Dickmännchen (Pachysandra terminalis) – Ein immergrüner Bodendecker, der besonders im Schatten zuverlässig Teppiche bildet. Er wird gern unter Gehölzen eingesetzt, weil er Unkraut unterdrücken kann und das ganze Jahr über Struktur in den Garten bringt.
Duftveilchen (Viola odorata) – Zart, niedrig und intensiv duftend: Das Duftveilchen ist ein Frühjahrsbote mit langer Kulturgeschichte. Es eignet sich als Bodendecker an halbschattigen Stellen und ist auch als klassische Duftpflanze bekannt.
Duftjasmin (Philadelphus coronarius) – Trotz des Namens kein echter Jasmin, aber mit einem ähnlich betörenden Duft. Der Strauch blüht im Frühsommer üppig weiß und gilt als nostalgischer Gartenschatz, der an alte Bauerngärten erinnert.
Duftwicke (Lathyrus odoratus) – Eine Kletterpflanze, die mit zarten Blüten und süßem Duft begeistert. Sie eignet sich für Zäune und Rankgitter und ist als Schnittblume beliebt – ihre Blüten wirken romantisch und leicht verspielt.
Duftsteinrich (Lobularia maritima) – Ein niedriges Polstergewächs mit kleinen, duftenden Blüten, das Bienen anzieht. Besonders in Steingärten, Balkonkästen oder als Beetumrandung sorgt er für einen zarten Blütensaum und lange Blühdauer.
Duftnessel (Agastache foeniculum) – Eine Staude mit aromatischen Blättern und aufrechten Blütenkerzen. Sie wird gern in insektenfreundlichen Gärten gepflanzt, weil sie Bienen und Schmetterlinge anzieht und zugleich einen würzigen Duft verströmt.
Duftgeranie (Pelargonium graveolens) – Ihre Blätter duften je nach Sorte nach Rose, Zitrone oder Minze und machen sie zu einer besonderen Kübelpflanze. Sie ist pflegeleicht und wird oft genutzt, um Terrassen und Balkone „duftiger“ zu gestalten.
Dreispitzige Jungfernrebe (Parthenocissus tricuspidata) – Eine Kletterpflanze, die Fassaden schnell begrünt und im Herbst spektakulär rot färbt. Sie haftet mit kleinen Haftscheiben und wird daher häufig zur Begrünung von Mauern und Hauswänden eingesetzt.
Dreiteiliger Zweizahn (Bidens tripartita) – Eine heimische Wasser- und Sumpfpflanze, die an Ufern und in feuchten Senken wächst. Sie ist ökologisch wertvoll, wirkt aber unscheinbar – ein typisches Beispiel dafür, wie viele stille Spezialisten es in Feuchtgebieten gibt.
Dichtblütiger Rohrkolben (Typha latifolia) – Ein markanter Bewohner von Teichen und Gräben mit den typischen braunen „Kolben“. Rohrkolben filtern Wasser, bieten Lebensraum für Tiere und prägen das Bild vieler Uferzonen – zugleich sollten sie in kleinen Teichen kontrolliert werden, weil sie sich stark ausbreiten können.
Diptam-Raute (Dictamnus albus) – Häufig wird Diptam auch als „Brennender Busch“ bezeichnet, was seine besondere Aura im Sommer erklärt. Die Pflanze liebt warme, kalkhaltige Standorte und bleibt am richtigen Platz über Jahre hinweg eine edle, ruhige Gartenerscheinung.
Dunkler Storchschnabel (Geranium phaeum) – Eine Staude mit dunklen, oft purpurfarbenen Blüten und eleganter Blattstruktur. Sie ist robust, schattenverträglich und passt hervorragend in naturnahe Staudenbeete oder an Gehölzränder.
Duft-Schneeball (Viburnum farreri) – Ein Strauch, der oft schon sehr früh im Jahr blüht und dabei angenehm duftet. Gerade in der kargen Jahreszeit wirkt er wie ein Versprechen auf den Frühling und ist daher ein echter Stimmungsaufheller im Garten.
Drachenwurz (Dracontium asperum) – Eine seltenere, exotisch wirkende Pflanze aus tropischen Regionen, die durch große Blätter und außergewöhnliche Blütenstände auffällt. In Sammlungskulturen gilt sie als botanische Besonderheit – faszinierend, aber eher etwas für erfahrene Pflanzenliebhaber.
Fazit
Pflanzen mit dem Anfangsbuchstaben „D“ zeigen eindrucksvoll, wie breit die botanische Welt gefächert ist: Von duftenden Stauden und rankenden Fassadenbegrünern über robuste Wildpflanzen bis hin zu exotischen Zimmerpflanzen und charakterstarken Bäumen ist alles vertreten. Wer sich bewusst auf diese Vielfalt einlässt, entdeckt nicht nur schöne Namen, sondern auch Lebensräume, Nutzwerte und ökologische Rollen. Genau darin liegt die Bedeutung botanischer Vielfalt: Sie bereichert Gärten, Landschaften und unser tägliches Leben – oft mit mehr Überraschungen, als man einem einzelnen Buchstaben zutrauen würde.