Pflanzen mit C

Der Buchstabe C wirkt in der deutschen Pflanzensprache auf den ersten Blick unscheinbar – denn viele geläufige Pflanzennamen beginnen eher mit K, B oder S. Trotzdem steckt hinter dem „C“ eine erstaunliche Vielfalt: Besonders häufig taucht es in eingedeutschten Namen auf, die aus dem Lateinischen, Französischen oder Englischen übernommen wurden, oder in Gattungsnamen, die im Alltag nahezu unverändert verwendet werden.

Gerade deshalb finden wir unter den C-Pflanzen eine spannende Mischung aus Klassikern aus Garten und Küche, exotischen Zierpflanzen, robusten Bäumen und Sträuchern, aber auch Heil- und Wasserpflanzen. Manche Namen sind so etabliert, dass sie fast selbstverständlich wirken – andere sind echte „Schatzkisten“ für Pflanzenfreunde, die gern über den Tellerrand hinaus schauen.

Im Folgenden finden Sie eine übersichtliche Auswahl an Pflanzen, deren deutsche Namen mit C beginnen – jeweils mit botanischem Namen und einer kurzen, informativen Beschreibung. Die Liste ist alphabetisch sortiert und umfasst verschiedene Kategorien wie Bäume, Sträucher, Stauden, Zimmerpflanzen, Heilpflanzen sowie Wasser- und Kletterpflanzen.

Pflanzen mit C (alphabetisch sortiert)

Cajeputbaum (Melaleuca cajuputi)

Ein immergrüner Baum aus Südostasien und Nordaustralien, bekannt für sein aromatisches Öl. Das sogenannte Cajeputöl wird traditionell in der Naturheilkunde genutzt, etwa für Einreibungen. Charakteristisch sind die schmale Belaubung und die helle, oft papierartige Rinde.

Calla (Zantedeschia aethiopica)

Eine elegante Zierpflanze, die mit ihren trichterförmigen Hochblättern und dem markanten Kolben auffällt. Ursprünglich aus dem südlichen Afrika, wird sie als Zimmer- oder Kübelpflanze gehalten und gilt als Symbol für Reinheit und festliche Anlässe.

Calathea (Goeppertia ornata)

Eine beliebte Zimmerpflanze mit dekorativ gemusterten Blättern, die sich abends oft leicht „falten“ – daher der Beiname „Gebetspflanze“. Sie stammt aus den Tropen Südamerikas und liebt hohe Luftfeuchtigkeit sowie indirektes Licht.

Camellie (Camellia japonica)

Ein immergrüner Strauch, der im Winter und Frühjahr mit edlen Blüten begeistert. Die Camellie stammt aus Ostasien und wurde in Europa zu einer klassischen Salonpflanze. In milden Regionen gedeiht sie auch im Garten, bevorzugt jedoch sauren Boden.

Canna, Blumenrohr (Canna indica)

Eine tropisch wirkende Staude mit großen Blättern und auffälligen Blüten in Rot-, Orange- oder Gelbtönen. Sie stammt aus Mittel- und Südamerika, wird bei uns meist im Kübel kultiviert und muss frostfrei überwintert werden.

Caprifolie, Geißblatt (Lonicera caprifolium)

Eine duftende Kletterpflanze, die laue Sommerabende berühmt gemacht hat. Die Caprifolie zieht Insekten an und eignet sich für Pergolen und Zäune. Ihre röhrenförmigen Blüten sind nicht nur schön, sondern oft intensiv süßlich duftend.

Carambola, Sternfruchtbaum (Averrhoa carambola)

Ein exotischer Obstbaum aus Südostasien, dessen Früchte in Querschnitten sternförmig sind. Als Kübelpflanze ist er ein Blickfang, braucht aber Wärme und viel Licht. In tropischen Regionen ist er eine wichtige Nutzpflanze.

Cardamom (Elettaria cardamomum)

Eine aromatische Gewürzpflanze aus den feuchten Tropen Südindiens. Die Samen gelten als „Königin der Gewürze“ und werden in der Küche, in Teevarianten und traditionell auch für Verdauungsanwendungen genutzt.

Carnaubapalme (Copernicia prunifera)

Eine Palme aus Brasilien, deren Blätter das bekannte Carnaubawachs liefern. Dieses Wachs wird in vielen Produkten eingesetzt – von Lebensmitteln bis Kosmetik. Als Pflanze beeindruckt sie durch ihre robuste, an Trockenheit angepasste Erscheinung.

Cashewbaum (Anacardium occidentale)

Ein tropischer Baum, der die Cashewkerne liefert – botanisch betrachtet sitzen sie außen an einer fleischigen Scheinfrucht. Er stammt ursprünglich aus Südamerika und ist heute in vielen Tropenregionen ein wichtiger Nutzbaum.

Catalpa, Trompetenbaum (Catalpa bignonioides)

Ein dekorativer Baum mit großen, herzförmigen Blättern und weißen, trompetenartigen Blüten. Er wird gerne als Schattenbaum gepflanzt und wirkt fast „exotisch“. Seine langen, bohnenähnlichen Fruchtschoten sind ein typisches Erkennungsmerkmal.

Ceder, Zeder (Cedrus libani)

Ein majestätischer Nadelbaum, der als Symbolbaum des Libanon bekannt ist. Zedern sind langlebig und entwickeln eindrucksvolle Kronen. Das Holz gilt als aromatisch und dauerhaft, weshalb Zedern historisch geschätzt wurden.

Celosie, Hahnenkamm (Celosia argentea)

Eine Zierpflanze mit auffälligen, samtig wirkenden Blütenständen, die an Kämme oder Federn erinnern. Sie stammt aus warmen Regionen und wird bei uns meist einjährig kultiviert – als Beet- oder Topfpflanze mit großer Farbwirkung.

Centaurie, Kornblume (Centaurea cyanus)

Eine bekannte Wild- und Ackerbegleitpflanze mit leuchtend blauen Blüten. Die Kornblume ist ein Insektenmagnet und wurde lange als Symbol romantischer Sommerlandschaften gesehen. Heute wird sie gern in Blühwiesen eingesät.

Chia (Salvia hispanica)

Eine Salbeiart aus Mittelamerika, deren Samen als ballaststoffreiche Nahrungsquelle bekannt wurden. Chia war bereits bei den Azteken geschätzt. Die Pflanze selbst ist hübsch, doch in kühleren Regionen reift sie oft nur eingeschränkt aus.

Chicorée (Cichorium intybus var. foliosum)

Eine Kulturform der Wegwarte, die im Dunkeln zu hellen, zarten Blattsprossen getrieben wird. Chicorée ist in der Küche wegen seines leicht bitteren Aromas beliebt und zeigt anschaulich, wie Kulturtechniken Pflanzenformen verändern können.

Chili (Capsicum annuum)

Eine weltweit verbreitete Nutzpflanze, die von mild bis feurig scharf reicht. Chili stammt ursprünglich aus Amerika und ist heute in unzähligen Sorten bekannt. Neben der Küche wird sie als Zierpflanze genutzt – die Früchte leuchten oft wie kleine Lampions.

Chinarinde, Chinarindenbaum (Cinchona officinalis)

Ein Baum aus den Anden, dessen Rinde historisch als Quelle für Chinin bekannt wurde. Damit spielte er eine wichtige Rolle in der Medizin- und Kolonialgeschichte. Botanisch interessant sind die glänzenden Blätter und die zarten Blütenstände.

Chinesischer Liguster (Ligustrum lucidum)

Ein immergrüner bis halbimmergrüner Strauch oder kleiner Baum, der in milden Regionen als Heckenpflanze genutzt wird. Er ist robust und schnittverträglich. In manchen Gebieten gilt er jedoch als stark ausbreitungsfreudig.

Chinesischer Wacholder (Juniperus chinensis)

Ein Nadelgehölz, das in Gärten häufig als Formgehölz oder Bonsai Verwendung findet. Es ist anpassungsfähig und kann sowohl säulenförmig als auch ausladend wachsen. Typisch sind die aromatischen Nadeln und die bläulichen Beerenzapfen.

Christrose (Helleborus niger)

Eine winterblühende Staude, die oft rund um die Weihnachtszeit ihre Blüten öffnet. Sie stammt aus Gebirgsregionen Europas und steht für Widerstandskraft: Schnee und Kälte beeindrucken sie wenig. Im Garten ist sie ein wertvoller Frühstarter.

Cistrose (Cistus incanus)

Ein mediterraner Halbstrauch mit zarten, papierartigen Blüten und aromatischen Blättern. Cistrosen sind trockenheitsverträglich und passen gut in sonnige Steingärten. In Kräutertraditionen wird Cistus häufig als Tee genutzt.

Citronatbaum (Citrus medica)

Eine der ältesten Citrusarten, bekannt für große, dickschalige Früchte. In der Küche wird die Schale unter anderem kandiert genutzt. Als Kübelpflanze braucht der Citronatbaum einen hellen Standort und frostfreie Überwinterung.

Citronella-Gras (Cymbopogon nardus)

Ein duftendes Gras aus tropischen Regionen, dessen ätherisches Öl häufig in Duft- und Insektenschutzprodukten vorkommt. Als Topfpflanze ist es attraktiv, benötigt aber Wärme und verträgt keinen Frost.

Clementine (Citrus × clementina)

Eine bekannte Citrusfrucht, die für ihr süßes Aroma und die meist leichte Schälbarkeit geschätzt wird. Als Pflanze lässt sie sich im Kübel ziehen und bringt in guten Jahren duftende Blüten und Früchte hervor – vorausgesetzt, Licht und Wärme stimmen.

Clivia, Riemenblatt (Clivia miniata)

Eine robuste Zimmerpflanze mit bandförmigen Blättern und leuchtend orangefarbenen Blütenständen. Sie stammt aus Südafrika und ist bekannt dafür, auch mit weniger Licht zurechtzukommen. Eine kühle Ruhephase fördert die Blüte.

Coleus, Buntnessel (Plectranthus scutellarioides)

Eine farbenfrohe Blattschmuckpflanze, deren Sorten von Limettengrün bis Purpur reichen. Sie ist pflegeleicht, wächst schnell und eignet sich für Fensterbank, Balkon oder sommerliche Beete. Schon kleine Rückschnitte machen sie buschiger.

Colocasie, Taro (Colocasia esculenta)

Eine tropische Pflanze mit beeindruckend großen Blättern, die oft an Elefantenohren erinnern. Taro ist in vielen Ländern zugleich Zier- und Nutzpflanze, da die Knollen stärkehaltig sind. Bei uns wird sie meist als Kübelpflanze gehalten.

Cordyline, Keulenlilie (Cordyline australis)

Eine dekorative, palmenähnliche Pflanze, die besonders in Kübeln und Wintergärten beliebt ist. Sie stammt aus Neuseeland und bildet lange, schmale Blätter. In milden Lagen kann sie ausgepflanzt werden, benötigt aber Schutz bei strengem Frost.

Cowboykaktus (Euphorbia ingens)

Obwohl er wie ein Kaktus wirkt, gehört er zu den Wolfsmilchgewächsen. Die säulenförmige, verzweigte Wuchsform ist markant und beliebt als Zimmerpflanze. Vorsicht: Der Milchsaft kann Haut und Augen reizen.

Crassula, Geldbaum (Crassula ovata)

Eine der bekanntesten Sukkulenten für die Wohnung, beliebt wegen ihrer dicken, glänzenden Blätter und der genauen Anspruchslosigkeit. Der Geldbaum stammt aus Südafrika und gilt in vielen Haushalten als Symbol für Wohlstand und Beständigkeit.

Curryblattbaum (Murraya koenigii)

Eine aromatische Gewürzpflanze, deren Blätter in der südasiatischen Küche eine zentrale Rolle spielen. Als Kübelpflanze ist sie exotisch und duftet beim Reiben der Blätter intensiv würzig. Sie braucht Wärme, viel Licht und eine frostfreie Überwinterung.

Curry-Kraut (Helichrysum italicum)

Ein mediterraner Halbstrauch, der stark nach Curry duftet, obwohl er kein Currypulver liefert. Die silbrigen Blätter und die kleinen gelben Blüten sind dekorativ. In der Küche wird er sparsam eingesetzt, da das Aroma sehr intensiv ist.

Cymbalaria, Zimbelkraut (Cymbalaria muralis)

Eine zierliche, kriechende Pflanze, die gerne in Mauerritzen und Steinfugen wächst. Sie ist in Europa verbreitet, robust und bildet kleine violettblaue Blüten. Als Bodendecker in kühlen, halbschattigen Bereichen wirkt sie besonders charmant.

Cypergras, Zypergras (Cyperus alternifolius)

Eine klassische Zimmerpflanze für helle Plätze, die viel Wasser liebt und daher auch als „Zimmer-Sumpfpflanze“ gilt. Die schirmartigen Blattschöpfe wirken grafisch und modern. Ideal für Menschen, die gern regelmäßig gießen.

Fazit

Pflanzen mit dem Anfangsbuchstaben C zeigen eindrucksvoll, wie international und facettenreich unsere Pflanzennamen geworden sind: Von der winterfesten Christrose über mediterrane Duftsträucher wie die Cistrose bis hin zu tropischen Nutzpflanzen wie Chia oder Taro reicht das Spektrum. Gerade die Mischung aus bekannten Kulturpflanzen, markanten Ziergewächsen und spezialisierten Arten aus warmen Klimazonen macht die C-Liste überraschend abwechslungsreich.

Wer sich durch solche Namenslisten arbeitet, entdeckt nicht nur neue Arten, sondern auch Geschichten von Herkunft, Nutzung und Anpassung. Damit wird deutlich: Botanische Vielfalt ist mehr als ein Fachbegriff – sie ist ein lebendiges Netzwerk, das Gärten, Landschaften, Ernährung und Kultur miteinander verbindet und unsere Welt reicher macht.