Dramatische Vogelrückgänge - auch in EU-Vogelschutzgebieten

Kurz vor dem Verschwinden: Die Grauammer (Foto: M. Schmolz)

Seit vielen Jahren beklagen Ornithologen Bestandsrückgänge in der Vogelwelt. Betroffen sind insbesondere Arten des Offenlands, die mit der intensiven Landwirtschaft nicht mehr zurecht kommen. Es fehlt vor allem an Nahrung - insbesondere Insekten - und an Brutmöglichkeiten. Hinzu kommen immer häufigere Bodenbearbeitungen und intensivere Freizeitnutzungen.

Das Dramatische dabei ist, dass auch immer mehr sog. Allerweltsarten betroffen sind, die früher so häufig waren, dass kaum ein Ornithologe sie quantitativ erfasst hat. Mittlerweile stehen Arten wie Feldlerche, Rebhuhn oder Rauchschwalbe auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.

Besonders Besorgnis erregend ist die Tatsache, dass selbst europäische Vogelschutzgebiete, die zum Schutz dieser Arten ausgewiesen wurden, nicht von diesen Rückgängen ausgenommen sind.  Selbst dort ist die landwirtschaftlich Bewirtschaftung und andere anthropogene Nutzungen nicht mit den Bedürfnissen der Vogelwelt in Einklang zu bringen.

Hans-Georg Folz, Mitglied der GNOR und Mitautor des Buchs „Die Vogelwelt von Rheinland-Pfalz“ untersucht seit vielen Jahren sehr intensiv die Avifauna im VSG Ober-Hilbersheimer Plateau (Nr. 6014-403). In seinem jährlichen Bericht über seine Beobachtungen geht er ausführlich auf die Entwicklungen und den Zustand in diesem VSG ein.

Sie finden den Bericht unten als pdf.

ANHANG-Datei: 
Go to top