Japanknöterich, Japanischer Flügelknöterich, Japanischer Staudenknöterich

 

Fallopia japonica (Japanknöterich, Japanischer Flügelknöterich, Japanischer Staudenknöterich)

von Arthur MESSERLI

Kurzbeschreibung

Der Japanknöterich ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Flügelknöteriche (Fallopia) innerhalb der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae). Der Japanknöterich ist eine sehr schnellwüchsige, sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze. Die Blätter sind 15 -20 cm lang und wechselständig. Die Stiele sind hohl, rötlich und sehen aus wie Bambusrohre. Die Art ist zweihäusig. Im August beginnt der Japanische Staudenknöterich mit der Ausbildung der Blütenstände. Die Blumen sind weiß und bilden eine Ähre. Im Spätjahr färben sich, die Laubbläter gelb und sterben wie auch die Stiele beim ersten Frost ab[1]. Die Rhizome überleben den Winter ohne Probleme. Sie reichen, weitgehend horizontal kriechend, oft bis zu 2 m tief in den Boden[1]. Im Frühling, unter günstigen Bedingungen, erreichen die Pflanzen einen Zuwachs von 10 bis 30 cm pro Tag. Innerhalb von zwei Monaten können die Pflanzen eine Wuchshöhe von 3 bis 4 m erreichen[1].

Herkunft

Der Japanknöterich ist in submeridionalen, ozeanischen Gebieten in Ostasien beheimatet. Er ist in China, Japan und Korea weit verbreitet[2]. Die Pflanzenart wurde um 1825 als Zierpflanze und Viehfutterpflanze nach Europa gebracht[1]. In Deutschland verwilderte die Art wohl erstmals 1872 von einem Gelände einer aufgelassenen Gärtnerei bei Zwickau[3].

Verwechslung

Eine Verwechslung ist möglich mit dem Sachalin-Staudenknöterich (Fallopia sachalinensis) oder dem Bastard-Flügelknöterich (Fallopia×bohemica), einer fertilen Hybride aus Japanischen Staudenknöterich und Sachalin-Staudenknöterich. Beide Arten zählen auch zu den invasiven Pflanzen[2].

Standort

Der Japanknöterich ist eine typische Pionierpflanze. Ein Schwerpunkt des Vorkommens liegt an den Ufern von Fließgewässern[3]. In Europa kann man finden den auch in Gärten, auf urban-industriellen Brachflächen, an Straßenrändern, Böschungen und manchmal in Wäldern (aber ist er weniger starkwüchsig[3]).

Ausbreitung

In den Regionen, in denen der Japanknöterich als Neophyt auftritt, Vermehrung durch Samen spielt dagegen nur eine untergeordnete Rolle[3]. Vielmehr dominiert hier die klonale, vegetative Vermehrung[1]. Der Japanknöterich kann dadurch sehr schnell ausgedehnte und sehr dichte Bestände bilden. Die Ausbreitung des Japanknöterichs geschieht so ganz überwiegend vegetativ durch den Transport von Fragmenten mit fließendem Wasser oder durch Erdtransporte bei Bauarbeiten[3]. So besiedeln sie beispielsweise, mit Gartenabfällen oder Baustellenaushub verbracht, rasch einen neuen Lebensraum[1].

Bekämpfung

Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, kann man einfache Maßnahme ergreifen. Die Pflanzenteile dürfen nicht über die Biotonne beseitigt werden[1]. So wird verhindert die Gründung des neuen Bestands. Die Bekämpfung des Japanknöterichs ist jedoch schwierig. Die Verbindung, die Boden-Oberfläche zu graben und mit Glyphosate zu zerstäuben, ist am effizientesten[2]. Zu vermeiden Glyphosate Verunreinigung, kann man in der Literatur finden verschiedene alternative Verfahren. Werden Knöterich-Arten mindestens einmal monatlich gemäht, werden den unterirdischen Sprossteilen allmählich die Energiereserven genommen und die Pflanzen „verhungern“ nach mehrjährigen Bemühungen[1]. In den Regionen, in denen der Japanknöterich ist beheimatet, die Pflanze hat natürliche Feinde. Die kleine Zikade Aphalara itadori und der Blattkäfer Gallerucida nigromaculata regulieren die Japanknöterich[1][2]. In England und in den USA untersuchen Forschung Projekts die Möglichkeit diese Insekten als biologische Bekämpfungsmittel einzuführen[2].

Besonderheiten

n.n.

Quellen

[1] Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Japanischer_Staudenkn%C3%B6terich https://de.wikipedia.org/wiki/Japanischer_Staudenkn%C3%B6terich (Stand: 18.04.2016)

[2] DAISIE - Delivering Alien Invasive Species Inventories for Europe: http://www.europe-aliens.org/speciesFactsheet.do?speciesId=8137

[3] Neobiota – Gebietsfremde und Invasive Arten in Deutschland: http://www.neobiota.de/12646.html (Stand: 18.04.2016)

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