Drüsiges Springkraut, Indisches Springkraut

Impatiens glandulifera (Drüsiges Springkraut, Indisches Springkraut)

von Vanessa PARTSCH

Kurzbeschreibung

Das Drüsige Springkraut ist eine einjährige Pflanze und gehört zu den Balsaminengewächsen (Balsaminaceae). Es erreicht schnell eine Wuchshöhe von 50 bis 300 cm und überdeckt damit die meisten anderen Pflanzen in der Krautschicht. Der Stängel ist hohl und nach oben hin reichlich verzweigt. Die Blätter sind lanzettlich und gezähnt und dreizeilig-quirlständig angeordnet. Seinen Namen erhält es durch am Blattgrund und Blattstiel befindliche Drüsen, welche unangenehm riechen. Die weiß bis purpurroten Blüten sind in einer Traube angeordnet und besitzen einen Sporn. Sie blühen von Juni bis Oktober.

Herkunft

Das Herkunftsgebiet erstreckt sich im westlichen Himalaja von Nord-Pakistan über Kaschmir bis Indien. Dort kommt sie in Höhen von 1600 bis 4300 m vor. Das Drüsige Springkraut wurde 1839 als Gartenpflanze nach England und von dort aus in andere europäische Länder gebracht. Imker trugen danach maßgeblich zur Verbreitung der Art bei, indem sie sie als Bienenweide auch außerhalb der Gärten anpflanzten. 

Verwechslung

Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit den nahe verwandten Arten. Dazu gehören das Wald-Springkraut (Impatiens noli-tangere), das Kleinblütigen Springkraut (Impatiens parviflora) und das Orangefarbene Springkraut (Impatiens capensis). Das Wald-Springkraut hat kleinere gelbe Blüten. Die Blüten des Kleinblütigen Springkrauts sind deutlich und spitz gezähnt und das Orangefarbene Springkraut hat gelb-orangene Blüten.

Standort

Die Art bevorzugt feuchte bis nasse Standorte und ist daher vor allem entlang von Gewässern anzutreffen. An den Boden stellt sie keine speziellen Ansprüche und wächst daher auf nährstoffreichen ebenso wie auf nährstoffarmen Böden. Sie wird besonders häufig auf Feuchtwiesen, Auenwäldern, Grabenrändern sowie an Waldwegen beobachtet.

Ausbreitung

Die Samen reifen in einer Kapsel heran und werden anschließend durch einen Schleudermechanismus explosionsartig freigesetzt (Saftdruckstreuer). Gelangen die Samen in ein Fließgewässer, können sie ausgesprochen weit transportiert werden. Das Drüsige Springkraut bildet zusätzlich zu der generativen Vermehrung auch Wurzelausläufer. 

Bekämpfung

Das Drüsige Springkraut ist eine einjährige Pflanze und lässt sich dadurch leichter bekämpfen, als mehrjährige Neophyten. Um die Samenbildung zu verhindern, sollte die Pflanze gegen Ende Juli, nach Bildung der ersten Blüten geschnitten werden. Die Pflanzenteile sollten sorgfältig entsorgt werden, damit die Samen nicht nachreifen können. Um einen langfristigen Erfolg zu garantieren, müssen mehrfach Nachkontrollen gemacht werden.

Besonderheiten

n.n.

Quellen

[1] http://www.neobiota.de/12639.html (Stand: 21.09.2015)

[2] http://www.gmn-ev.de/fileadmin/website/downloads/Neokampf.pdf (Stand: 21.09.2015)

[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Dr%C3%BCsiges_Springkraut (Stand 21.09.2015)

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