Beifußblättrige Ambrosie

Ambrosia artemisiifolia (Beifußblättrige Ambrosie)

von Vanessa PARTSCH

Kurzbeschreibung

Die Beifußblättrige Ambrosie ist eine einjährige Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie wird bis zu 1,50 m groß und hat reich verzweigte Stängel mit in der Regel doppelt fiederteiligen Blättern. Die einhäusige getrenntgeschlechtliche Pflanze bildet unscheinbare Blüten aus. Die männlichen Blüten sind in Trauben an den Enden des Stängels angeordnet. Die weiblichen Blüten befinden sich in Knäulen angeordnet in den Blattachseln. Die Blütenkronblätter sind stark reduziert und kaum zu erkennen. Sie blühen von Juli bis Oktober. 

Herkunft

Die Art ist ursprünglich in Nordamerika beheimatet und kommt dort in Kanada und den meisten Teilen der USA in Prärien vor. Sie wurde um 1860 unbeabsichtigt mit Getreide und Kleesaat nach Europa gebracht. Heute ist mit Ambrosiasamen verunreinigtes Vogelfutter der Haupteinfuhrweg dieser Art.

Verwechslung

Verwechselt wird sie häufig mit dem Gewöhnlichern Beifuß (Artemisia vulgaris) und dem Einjährigern Beifuß (Artemisia annua). Im Gegensatz zur Beifußblättrigen Ambrosie hat der Gewöhnliche Beifuß unterseits silbrig behaarte Blätter. Der Einjährige Beifuß ist durch seine verwachsenen Hüllblätter leicht zu unterscheiden.

Standort

Hauptsächlich wächst die Beifußblättrige Ambrosie auf Ruderalflächen wie zum Beispiel Straßenränder, Bahndämmen, Baustellen und anderen Störflächen. Sie kommt mit einem großen Spektrum an unterschiedlichen Umweltbedingungen gut zurecht. Sie wächst sowohl auf sauren, als auch auf basischen, sowie trockenen und frischen Standorten. Die Ambrosie meidet jedoch dichte Vegetation und benötigt volle Sonneneinstrahlung für ihr Wachstum. Einen weiteren Vorteil gegenüber einheimischen Arten stellt ihre Trockenresistenz dar, mit der sie längeranhaltende Dürreperioden gut übersteht. 

Ausbreitung

Die Samen der Beifußblättrige Ambrosie werden hauptsächlich durch den Menschen verbreitet. Wiederhaken and en Diasporen begünstigen aber auch eine Ausbreitung durch Tiere, an deren Fell die Samen gut haften können.

Bekämpfung

Kleinere Bestände der Ambrosie können leicht durch Mahd oder Ausreißen der Pflanze bekämpft werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass diese Maßnahme kurz vor der Blüte durchgeführt wird, um die Freisetzung der Pollen zu verhindern. Außerdem ist es wichtig die ganze Pflanze samt Wurzeln herauszunehmen. Bei größeren Beständen kann durch mehrmalige Mahd zwar nicht die gesamte Pflanze beseitigt werden, jedoch kann dadurch die Pollen- und Samenproduktion verringert werden. Auch hier ist eine Kontrolle in den Folgejahren notwendig. Außerdem sollten bei diesen Bekämpfungsmaßnahmen Hautkontakt mit der Pflanze und das Einatmen der Pollen durch entsprechende Schutzkleidung wie Handschuhe und Mundschutz verhindert werden.

Besonderheiten

Die Pollen der Beifußblättrige Ambrosie können starke Allergien auslösen. Bei den Betroffenen können unter anderem Asthma, Fließschnupfen und Bindehautentzündungen auftreten. Schon kleine Mengen dieser Pollen reichen aus, um heftige Reaktionen hervorzurufen. Des weiteren können beim Berühren dieser Pflanze Hautreaktionen ausgelöst werden. Von besonderer Bedeutung für Allergiker ist diese Pflanze durch ihre sehr späte Blütezeit von Juli bis Oktober, da dadurch die Pollensaison stark verlängert wird.

Quellen

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Beifu%C3%9Fbl%C3%A4ttriges_Traubenkraut (Stand: 22.09.2015)

[2] http://www.neobiota.de/12655.html (Stand: 22.09.2015)

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